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Lirei
Das Reh
Der Mond der spiegelt sich im See,
am Ufer im Gras dort steht ein Reh.
Hinter ihm ganz nah am Waldesrand,
seine Mutter schaut gebannt.
Aus dem Dickicht kommt ein rascheln her,
immer lauter, immer mehr.
Die Köpfe hoch und spitze Ohren,
sonst ist's es aus und ganz verloren.
Kein Laut kommt von den beiden nun,
alle Geräusche von ihnen ruhn.
Ein Wolf tritt hervor ins Licht,
drohend ist sein Augenlicht.
Die Krallen schaf und gefletscht die Zähne,
ein Windhauch fährt durch seine Mähne.
Die Mutter ruft dem eigenen Kinde,
lauf weit weg und nun verschwinde.
Lautes Heulen erklingt vom See,
das Wasser blutrot und im Mond das Reh.
Die Mutter Tod und ganz allein,
wird nun das ding für immer sein.